Teilgemeinde (ehemals Pfarre) HASENLEITEN

ZUM HL. JOHANNES MARIA VIANNEY

1110 Wien, Hasenleitengasse 16 

Tel. 01/7675182

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In liebevoller Erinnerung

an Frau

Ingrid Fabian

 

10.10. 1957 - V 15.06. 2013

Wenn ihr mich sucht,

suchet mich in euren Herzen.

Habe ich dort einen Platz gefunden,

werde ich immer bei euch sein.

 

                                       Antoine de Saint-Exupéry

Ich geh heim´

zum Vater

„Wenn unser irdisches Zelt abgebrochen wird, dann haben wir ein ewiges Haus im Himmel.“ 

Ja, nicht der Sarg, nicht das Grab ist unsere letzte Wohnung. Wir schauen in dieser Stunde nach oben, zum Himmel. Dorthin ist unsere liebe verstorbene Ingrid Fabian – um mit den Worten des hl. Paulus zu sprechen  - „aus dem Leib“ ausgewandert, und „daheim beim Herrn“, beim Vater angekommen.

Besonders in den letzten Wochen hat uns ihr tiefer Glaube sehr beeindruckt. Er hat ihr selber Kraft gegeben die Krankheit anzunehmen und auch ihrer Familie in dieser sorgenvollen Zeit Trost und Kraft zu spenden.

So hat sie einmal gesagt : „Ich kann nicht 50 Jahre beten : „Herr, dein Wille geschehe,“ und dann zweifeln.“

Ja, sie hat gelebt, was der hl. Paulus so ausgedrückt hat :  „Wir sind also immer zuversichtlich, auch wenn wir wissen, dass wir fern vom Herrn in der Fremde leben, solange wir in diesem Leib zu Hause sind.“

 

Das Bild auf der Sterbeanzeige kennt wohl jeder von uns. Es ist ein Ausschnitt aus dem Fresko in der Sixtinischen Kapelle (im Vatikan). Gott Vater gibt dem ersten Menschen das Leben. Es ist eine im wahrsten Sinn des Wortes „berührende“ Szene. Gott streckt seinen Finger aus und der Mensch versucht dem Finger Gottes zu begegnen. So zart wie diese Liebesbewegung dargestellt ist, so eindrucksvoll zeigt sie uns, wie Gott auch uns entgegenkommt. Er will uns anrühren und das Leben in uns wachrufen. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unsere liebe verstorbene Ingrid hat dieser Liebesgeste des Vaters in ihrem Leben und ihrem Sterben ganz besonders gut antworten können. Ihr starker Glaube, hat alle, die in den letzten Tagen um sie waren, immer wieder tief beeindruckt. Ja, dieser Leib ist uns nur eine Zeit geliehen. Unsere dauernde Heimat ist er nicht. Ingrid Fabian hat gespürt,  dass das hier um uns, nicht alles ist, was das Leben zu bieten hat.  Das Größere kommt noch.  Und so hat sie Stärke bewiesen und den Willen des Vaters annehmen können, ganz bei ihm daheim zu sein.

Ja, das waren ihre letzten Worte an Gatten Josef : „Ich gehe heim´ zum Vater.“ Und diese Worte können uns allen Mut, Trost und Zuversicht geben.

Nicht das Grab nimmt Ingrid Fabian auf, sondern der Vater im Himmel. Das Bild auf der Parte könnte uns auch sagen : „Komm heim !“ Nein, wir fallen nicht ins Nichts. Auch wir haben einmal eine Wohnung von Gott“,  „ein ewiges Haus im Himmel“ vor uns.

In diesem Vertrauen : „Ich gehe heim zum Vater“, konnte Ingrid ruhig und gelassen „ihrer Zeit“ entgegenschauen und war bestens vorbereitet hinüberzugehen. Ja, sie hätte mit dem hl. Paulus sagen können : „Ich bin, was ich bin durch die Gnade Gottes.“

Bleiben wir mit Ingrid Fabian im Gespräch, denn sie hat es geschafft. Sie kann uns ein Vorbild sein in der Liebe, in der Freude, in der Trauer, im Glauben und im Abschied. Doch dieser Abschied ist nicht von Dauer; er dauert nur bis zu einem Wiedersehen. Und bis dahin tragen wir sie im Herzen.

 

Liebe Frau Fabian.

Wir werden Sie immer und überall sehr vermissen : In der Familie und in der Pfarre. Doch wir werden versuchen einander gegenseitig zu unterstützen, so wie Sie es uns vorgelebt  haben. Obwohl  für uns der Gedanke jetzt unerträglich ist, dass wir Sie nicht mehr um uns haben, so macht uns doch unsere Hoffnung, dass Sie beim Vater auf uns warten, zuversichtlich.

DANKE, dass Sie für uns da waren. DANKE, dass sie uns in Ihrer einfühlsamen und großherzigen  Weise - und immer mit einem Lächeln im Gesicht - in den verschiedensten Situationen unermüdlich beigestanden sind. Damit haben Sie in unseren Herzen einen festen Platz gefunden.

 

Danke guter Gott, dass du sie uns, für eine gewisse Zeit geliehen hast.

Danke guter Gott, dass wir sie unter uns haben durften.

Danke guter Gott, dass sie uns in Liebe angenommen hat nach deinem Vorbild.

 

                                                                                                                                 

 

                                                                                                                         

                                                                                                                                                 

Im Laufe unseres Lebens begegnen wir vielen Menschen. Manche kommen und gehen, und andere hinterlassen Spuren auf unserem Weg. Sie bleiben uns unvergesslich in Erinnerung durch ihre feine Art mit Menschen umzugehen und ihre Aufgaben auszuführen.

Mit spürbarer Liebe und Freude sind sie an der Arbeit und scheinen nie zu ermüden. Solche Menschen behalten einen festen Platz in unserem Herzen, wie unsere kürzlich verstorbene, liebe Frau Ingrid Fabian.

Über 30 Jahre hat sie in unserer Pfarrfamilie unfassbar viel bewegt, obwohl sie doch ihre eigene Familie zu versorgen hatte und ihren Beruf nicht vernachlässigen durfte. Ihre Spuren sind überall unter uns erkennbar und so hat sie unsere Herzen für immer erobert.